Highlights in der Gruppenphase 02. September 2009, 10:24 Die Gruppenphase der UEFA WOMEN'S EURO 2009™ hatte es wahrlich in sich: Tolle Tore, spektakuläre Aktionen, dramatische Verletzungen und stimmungsvolle Fans. Ball im Winkel Besonders außergewöhnliche Treffer fielen, wenn England spielte. Denken wir nur an den Auftakt in der Gruppe C, als die Italienerin Alessia Tuttino aus 25 Metern abzog, den Ball im oberen Winkel versenkte und damit den 2:1-Erfolg der Italienerinnen perfekt machte. Oder denken wir an das Tor der Niederländerin Kirsten van de Ven gegen Finnland, die sich den Ball in der eigenen Hälfte schnappte, in den gegnerischen Strafraum eindrang, eine Abwehrspielerin umkurvte und mit einem Flachschuss traf. Traumtor von Kelly Unvergesslich aber dürfte das Tor sein, dass die Engländerin Kelly Smith beim 3:2-Sieg gegen Russland vom Mittelkreis erzielte. Smith holte sich den Dropkick von Schlussfrau Elena Kochneva aus der Luft herunter, ließ den Ball noch einmal aufkommen und jagte ihn über die zurückeilende Torhüterin ins Netz. Ein Treffer, den nicht einmal Pelé bei der FIFA-WM 1970 hinbekommen hatte. Elegant Die beste Abwehrleistung zeigte wahrscheinlich die schwedische Innenverteidigerin Sara Thunebro, die der englischen Flügelspielerin Sue Smith den Ball abjagte, als sie mit gestrecktem Bei die Kugel gerade so erreichte, dann das Spielgerät von einem Fuß auf den anderen legte und sich im gleichen Moment elegant um 180 Grad drehte. Deutschland beeindruckend Die bislang beste aller Mannschaft ist natürlich der sechsfache Europameister Deutschland, wie sich nicht nur beim 5:1-Erfolg gegen Frankreich zeigte. Neun Punkte aus drei Gruppenspielen, mehr geht nicht. Wo es Sieger gibt, gibt es auch Verlierer. Zweifellos ist die Qualität des Frauenfußball in der Ukraine und in Russland noch weiter gestiegen, wofür vielleicht auch schon die UEFA-Pokalsiege der Herrenmannschaften des FC Shakhtar Donetsk und des FC Zenit St. Petersburg in den letzten beiden Saisons Vorboten waren. Fakt aber ist, dass das Turnier ohne die ukrainische Spielmacherin Daryna Apanaschenko und die russische Stürmerin Elena Danilova ärmer ist. Oder nehmen wir die isländische Angreiferin Margrét Lára Vidarsdóttir, der in der Qualifikation zwölf Tore gelungen waren, die nun aber leer ausging und sogar gegen Frankreich einen Elfmeter verschoss. Samba-Fans Die Französinnen mussten bereits bei ihrem Auftaktsieg gegen Island personelle Verluste hinnehmen, denn Verteidigerin Corine Franco und Stürmerin Candie Herbert zogen sich bei Kopfballduellen blutige Verletzungen zu. Und positiv wären noch die dänischen Fans zu erwähnen, die in der Gruppenphase als laute Samba-Band für ein stimmgewaltiges und farbenfrohes Spektakel sorgten. |