England
 Paul Saffer | Perfektes Startelfdebüt von Clarke 07. September 2009, 08:00 Die Entscheidung von Englands Nationaltrainerin Hope Powell, im Halbfinale der UEFA WOMEN'S EURO 2009™ anstelle von Karen Carney die erst 20-jährige Jessica Clarke aufzustellen, kam überraschend, sollte sich aber als Geniestreich herausstellen.
Führung eingeleitet Clarke hatte erst im März ihr Länderspiel-Debüt gegeben, das Halbfinale war ihr erster Einsatz von Anfang an in einem Pflichtspiel. Trotzdem zeigte sie in den 90 Minuten eine erstklassige Leistung, bei der sie die zwischenzeitliche Führung der Engländerinnen mit einleitete. Dann wurde sie ausgewechselt und erlebte den Sieg in der Verlängerung von der Bank.
Taktische Entscheidung Die Spielerin von Leeds Carnegie LFC, die in zwei Gruppenspielen kurz vor Schluss eingewechselt worden war, sagte gegenüber uefa.com, dass sie Powell am "Samstagmorgen" über die Entscheidung informiert hätte. Die englische Nationaltrainerin, die bereits mit ihrer Entscheidung, Clarke anstelle der erfahrenen Rachel Yankey mit in den Kader zu nehmen, überrascht hatte, erklärte: "Das war eine taktische Entscheidung. Jess ist sowohl kampfstark als auch technisch versiert. Wir wollten, dass sie ihre Außenverteidigerin [Dyanne Bito] unter Druck setzt, die sehr körperbetont und hart spielt. Kompliment an Jess, sie hat das erste Tor erzwungen. Wegen ihrem Willen haben wir sie in die Startelf gestellt. Sie hat eine große Zukunft vor sich."
Nervensache Clarke, die 2007 mit England ins Endspiel der UEFA-U19-Europameisterschaft für Frauen gekommen war, sagte: "Es ist natürlich ein großartiges Gefühl, in die A-Nationalmannschaft zu kommen. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben, wie ich mich für die Mädchen und mich selbst freue, die Möglichkeit zu haben, das Finale zu spielen." Allerdings fiel es ihr auch nicht einfach, am Sonntag zuzusehen, wie ihre Mitspielerinnen in der Verlängerung Chance um Chance vergaben, bis Jill Scott in der 116. Minute per Kopf für die Erlösung sorgte. "Ich habe ehrlich gesagt fast einen Herzinfarkt bekommen", sagte Clarke. "Auf der Bank kann man nicht mehr auf das Spiel einwirken. Wir haben immer wieder angegriffen und ich war zuversichtlich, dass wir treffen würden, weil wir so viele Chancen hatten. Zum Glück war dem auch so." |